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Das Näh-ABC: Klettband

Heute geht es in unserem Näh-ABC um das Klettband. Klettband ist für Verschlüsse super gut geeignet, ist in nahezu jeder Farbe und in unterschiedlichen Breiten erhältlich. Ihr findet also garantiert immer das passende Klettband zu Eurem Stoff.

Das Näh-ABC: Klettband

Klettverschlüsse gibt es zum Aufkleben, zum Aufbügeln und zum Aufnähen. Die Variante zum Aufnähen ist für unsere Bedürfnisse am besten geeignet. Die Variante zum Aufkleben empfehlen wir Euch nicht. Das Klettband müsste für dauerhaften Halt trotzdem angenäht werden. Außerdem würde Eure Nähmaschinennadel sehr schnell verkleben.

Auch wir halten Klettband in unterschiedlichen Farben bereit. Am besten finden wir Klettband als Meterware. Ihr könnt Euch nämlich direkt beim Fachhändler die tatsächlich benötigte Länge abschneiden lassen.

Nähen von Klettverschlüssen

Zum Annähen von Klett stellt Ihr den Geradstich Eurer Nähmaschine ein. Dieses lässt sich übrigens sehr gut mit Tesafilm positionieren. Mit Stecknadeln geht es auch, ist aber etwas mühsamer.

Um genau an der Kante vom Klettverschluss entlang zu nähen, empfehlen wir Euch den Reißverschlussfuß. Werft vorab unbedingt auch einen Blick auf die Nadelposition, damit Euch beim Nähen die Nadel nicht bricht.

Ihr näht nun knappkantig ringsherum und vernäht Anfang und Ende gut. Bei starker Belastung ist es sinnvoll über das Klett noch ein Kreuz zur Verstärkung zu nähen. Das ist zum Beispiel bei Taschen oft der Fall.

Unser Brotbeutel to go wurde zum Beispiel mit einem Klettverschluss versehen.  Aber auch bei Kleidungsstücken könnt Ihr diese Art von Verschlüssen einsetzen. Übrigens gehört bei Kleidung die Häckchenseite immer vom Körper weg, damit nichts kratzen kann.

Als Faustregel könnt Ihr Euch merken: Die weiche Seite gehört immer nach unten und die Häckchenseite auf das schließende Teil obendrauf. Bei Taschen mit Taschenklappe gehört die weiche Seite also auf die Tasche und die Häckchenseite auf die Taschenklappe zum Schließen. Gar nicht so schwer, oder?

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3 Kommentare

  1. Eigentlich ganz hilfreich der Artikel. Wenn da nicht eine Kleinigkeit fehlen würde.
    a) Auf welchen Stoff aufnähen ?
    b) Welche Fadebspannung ?

    Ich habe gerade einen längs- und querelastischen Jersey vernäht und die bisherigen Fadenspannung / Stichgröße. hat prima gepaßt, Als aber der Klettstreifen ins Spiel kam stimmte die Fadenspannung plötzlich nicht mehr, denn den Unterfaden konnte ich so wieder rausziehen. Sämtliches Experimentieren hat nichts gebracht. Also woran lags?
    Hilfreiche wäre vielleicht auch zu erwähnen, ob spezielles Garn erforderlich ist.

  2. Hallo liebe Ursula,

    grundsätzlich kannst du Klett auf jeden Stoff aufnähen. Bei einigen Stoffen ist es hilfreich etwas Vlies zur Verstärkung unterzulegen. Gerade bei Jersey macht das Sinn. Wenn deine Maschine hier Schwierigkeiten macht, kannst du zusätzlich ein extra starkes Polyestergarn verwenden. Du hast mit Jersey gearbeitet? Dann hast du eventuell noch eine Jerseynadel drin? Wechsel hier lieber, natürlich nur zum Annähen des Klettbandes, auf eine kräftigere Nadel, z.B. Jeansnadel.

    Zur Fadenspannung können wir leider nur bedingt etwa sagen, da das doch sehr von der jeweiligen Nähmaschine abhängt. Grundsätzlich immer mit der Klettseite nach oben nähen. Nur am Rand nähen, da wo keine Häkchen sind. Beim Nähen den Stoff mit den Händen mitführen. Verheddert sich das Garn in den Häkchen, beim Nähen einen Streifen Tesafilm über den Klett zu kleben.

    Ich hoffe das hilft Dir weiter. Liebe Grüße
    Melanie und das Westfalenstoffe-Team

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