Permalink

1

Das Näh-ABC: Bügeln

Spruch_Gut_gebuegelt

Nicht nur beim Nähen ist das Thema Bügeln unbeliebt. Gerade Nähanfänger unterschätzen das Bügeln und glauben, sie könnten auf diesen Arbeitsschritt verzichten. Grund genug, das leidige Thema in unser Näh-ABC aufzunehmen und mal etwas genauer hinzugucken!

Gut gebügelt ist halb genäht!

Bügelbrett und Bügeleisen gehören ebenso an Euren Arbeitsplatz wie die Nähmaschine. Denn zu bügeln gibt es immer etwas. Ein waschechter Schneider steht zuweilen länger am Bügelbrett, als er an der Nähmaschine sitzt. Dabei müsst Ihr Euch keine Luxusvariante anschaffen, die üblichen Haushaltsgeräte reichen völlig aus.

Grundsätzlich sollte jede Naht gebügelt werden, sobald sie genäht ist. Folgenähte sind viel einfacher zu nähen und korrekt zusammen zu stecken, wenn die Naht schön sauber und flach gebügelt wurde. Auch kleine Fehler lassen sich oftmals noch ausbügeln.

Bügeln, aber was?

Viele Arbeitsschritte werden beim Nähvorgang vom Bügeleisen begleitet. Hier mal einige Beispiele:

  • Nahtzugaben sollten immer entsprechend der Anleitung gebügelt werden.
  • Säume vorbügeln.
  • Vlieseline aufbügeln.
  • Jersey, um Nähte glatt zu bügeln.
  • Stoffe sollten vor der Verarbeitung immer gewaschen und glatt gebügelt werden.
  • Beim Applizieren muss ebenfalls gebügelt werden.

Bügelhilfen

Für viele Handgriffe kann man auch Bügelhilfen wie z.B. Ärmelbrett, Bügelkissen, Bügelei und Bügeltücher einsetzen.

Temperatur und Dampf

Die Bügeltemperatur sollte immer auf den Stoff abgestimmt sein. Leinen und Baumwolle benötigen z.B. eine hohe Temperatur, während Nylon und Seide eher niedrige Temperaturen benötigen. Baumwollstoffe sehen bei zu niedriger Temperatur eher ungebügelt aus, während Nylon bei hoher Temperatur sogar schmelzen kann. Testet das am besten an einem Reststück aus. Auch Dampf ist nicht bei allen Textilien sinnvoll.

Hat Dir dieser Artikel gefallen? Teile ihn! Share on FacebookShare on Google+Tweet about this on TwitterPin on PinterestEmail this to someonePrint this page

1 Kommentar

  1. Ein wirklich hilfreicher Artikel. Richtwerte für die Temperatur: Mit einer Hitze von bis zu 110 °C lassen sich Gewebe aus Chemiefasern, wie z.B. Acetat, Polyacryl und Polyamid bügeln. Mit 150 °C können Seide, Wolle und Viskose gebügelt und geglättet werden. Mit 200 °C können auch dickere Baumwollfasern und Leinengewebe gebügelt werden.
    LG

Schreibe einen Kommentar

Pflichtfelder sind mit * markiert.